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Krauts Over England Tour `02
H inter diesem doch wohl spektakulären Namen, verbarg sich eine Minitour von Noxon und den Towerblocks (im folgenden TB genannt) durch die kleineren Kneipen von Engeland. Die TB-Gang war die Flug-feste und reiste daher mit dem stählernen Vogel Richtung Insel. Der Rest, samt Instrumenten sollte bei uns im Kleinbus und per Fähre zum Ort des Geschehens befördert werden. Jedoch dem Singe-Äffchen von Noxon kam am Day Zero abrupt die Stimme abhanden, was er sogar durch ein ärztliches Attest zu belegen wusste. Während der Bassist daraufhin die Waffen niederlegte, trotzte das Trommel-Äffchen (samt weiblichem Anhang) der widrigen Umstände, um sich ebenfalls per Luftpost nach GB zu verfrachten. Mit ungefähr 250 Litern vom guten Berliner Pils im Gepäck, fühlten wir uns auf der sicheren Seite und machten uns gegen 8 Uhr abends auf den Weg! Bis auf ein paar LKWs im Strassengraben wäre die Tour auch relativ unspektakulär verlaufen, wenn wir nicht jedes Mal den Fehler machen würden im Ruhrpott bei McDoof einzukehren. Wir steh´n ja total auf den Fraß wenn er in Berlin wieder belebt wird, aber die haben es da echt nicht drauf! Was Tommy aber dann endgültig einen halbstündigen Aufenthalt auf einem sehr mysteriösen Autobahnklo bescherte, war der Kaffe, der wohl schon seit dem Vortag vor sich hin köchelte! Wenn ich mir Teer in die Blutbahn katapultieren will, fress ich ein Stück Strasse! Naja, jedenfalls war das Klo vergleichbar mit der „beschissensten Toilette Schottlands“ aus Trainspotting. Und die Telefonnummern und Angebote dazu an der Wand ließen fatale Rückschlüsse auf die diversen Biomassen auf dem Fußboden zu. Endlich in Calais angekommen, wollten wir auf unsere Fähre – ging aber nicht, da das gute Stück sich im nächtlichen Sturm selbständig gemacht hatte und jetzt fröhlich & führerlos durch den Kanal trieb. Den Pennern von Hoover-Speed schien das aber alles nicht wirklich viel auszumachen, die haben halt die französische Ruhe weg. Da wir aber unbedingt auf die Insel wollten hatten wir nu die Wahl zwischen rüberschwimmen oder uns ´ne neue Fähre suchen. Gedacht, getan, und nach dem wir 3h angestanden hatten, durften wir ooch endlich rauf da. Das Ding fuhr auch lustig los im Sturm, was unsere Laune endlich steigen lies. Als wir die schönen Kreideklippen von Dover zu Gesicht bekamen, fing das Ding dann auf einmal an im Kreis zu fahren. An Bord konnte uns natürlich kein Mensch sagen was nu wieder los ist & nachdem dann irgendwann 7 Fähren einen lustigen Ringeltanz im Kanal aufführten, konnten wir uns langsam denken wat los ist. Die Dockarbeiter in England streikten (das sollte nicht der letzte engl. Streik sein den wir zu sehen bekamen). Es wäre ja auch alles ganz lustig gewesen, aber langsam wurde es Abend & wir mussten noch nach Manchester. Die TB´ler machten Telefonterror zwecks ihrer Instrumente und so, da an diesem Abend ja ihr erster Gig steigen sollte. Nach 4h durften wir dann doch noch ins Königreich einreisen. Standesgemäß wurden wir mit nebligem Pisswetter empfangen, was Ralf den entspannten Linksverkehr gehörig vermieste. Und als ob dies noch nicht reichen würde, umschloß uns plötzlich der berüchtigte Londoner-Orbitalstau. Nachdem wir in London –zu Tommys Freude- die kleine (schnuckelige, süße) Chris aus Ösiland noch eingesammelt hatten, bretterten wir dann endlich gen Norden.
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E iniger Irrfahrten zum Trotze, erreichten wir mit Hilfe eines schwarzen Cabdrivers endlich das „Star and Garter“ in Manchester. Aber Scheiße, ich steig aus der Karre und traute meinen Ohren nicht- die guten TB spielten gerade ihre Zugabe und als wir den Laden betraten war auch pünktlich um Mitternacht Schluß mit Konzi. Die ham einfach auf dem Zoix ihrer einheimischen Vorband gespielt. Das ist noch PUNKROCK!!! Gepennt ham wir alle bei ´nem kleine Vegan-Schotten-Punk im absoluten Drogen-Ghetto. Am nächsten Tag stellten wir fest, das die gesamte Strasse nur aus Squats bestand, und deren Einwohner strömten nun in Scharen auf uns zu, um uns ihr reichhaltiges Angebot an illegal-chemischen Genussmitteln anzubieten. Nebenbei handelte es sich hier um die Strasse, die auch das Cover der External Menace Platte ziert. Weiter gings zum Sightseeing mit ortskundiger Führung durch Manchester. Der Höhepunkt der Sehenswürdigkeiten war aber zweifellos ´ne Demo streikender(!!!) Firefighter. |

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L angsam wurde es Zeit uns auf den Weg nach Leeds zu machen. Der Laden „The White Stag“ war nichts anderes als ein ganz „normaler“ englischer Pub. Paar Tische beiseite geschoben & fertig is die Bühne. Unsere Biervorräte waren quasi unerschöpflich, da wir unterm Tisch nachtankten und so den horrenden Preisen am Tresen den steifen Mittelfinger zeigten. Dies hätte der Barkeeper, ein hinkender, schwerst tätowierter Ire, aber auch fast getan, als er mit Blick eines Kenners anhand der Farbe unseres heimatlichen Gebräus, unser Vergehen enttarnte. Die Vorband ( „Homebrew“ ) war ziemlich langweilig (da steht |
O lli aber sehr alleine mit seiner „Meinung“), aber dann durften wir endlich das 1. TB-Konzi in England begutachten. Holgi war ganz groß in Form und wir hatten alle mächtig Spaß. Während der Zugabe kam irgendein Leeds-Punk zu uns und laberte irgendwas von „broken windows“. Wir raus zu unserer Karre und natürlich: irgendwelche Junkies hatten das eingekloppt. Chrissies, Tommys & meine Rucksäcke geklaut. War nicht so angenehm, ´ne ganze Woche in den selben Klamotten rumzurennen. Olli mit „Elli“ stampften schreiend und drohend durchs Gettho, in der Hoffnung die Sachen noch zu finden. Da die Bullen in Leeds abends keinerlei Zeit für Vorort-Besuche haben, gings für mich, Chris, Ralf und `ner ziemlich niedliche Punkerschnalle Richtung Police-Station. Also angesoffen, im Links verkehr durchs nächtliche Einbahnstrassensystem. Na ja, den Abend ham wir in Leeds bei ´ner Skinheadfamily genächtigt, wo wir uns vorkamen als wären wir in ´nem Monty Python-Film. Echte engl. Reihenhäuser so weit das Auge reicht. Ich dachte immer so was gibt’s nur im |

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Fernsehen. Von Übernachten konnte aber auch nicht die Rede seien. Wir starteten erst mal ein kleines Hardcorebesäufnis und so sahen wir am näxten Morgen auch aus. |

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E gal, weiter ging´s Richtung Birmingham. Der Schuppen (die Market Tavern) war total geil, unten ein riesiger Pub, die Etage drüber ein Konzertsaal mit ´ner ewiglangen Theke und ´ner irren Terrasse mit Blick auf Birmingham by Night. Da stieg dann ein richtig geniales Punk & Oi! Konzert mit Drongos For Europe , Contempt , Criminal Class (Hi Stephan, die sind nicht aus Italy) , Jif Not Cif, Dogshit Sandwich , Cupid Stunt, Eastfield, The Meanwells Contempt. War eines der besseren Konzerte meines Lebens. Alle hatten mächtig Spaß bis auf den kleinen Zwischenfall mit 2 mir bekannten Individuen. Auch hier kamen die TB |
ziemlich gut rüber, außer das der gute Holgi in einem widerlichen TeBe-Trikot auftreten musste (Eisern Union). Nach dem Gig sind wir denn alle zu Rich, wo natürlich noch fröhlich weitergezecht wurde. Tags darauf wurde erstmal die Küche geplündert und alles weggefressen was so da war. Hey Rich, ist eben gefährlich Struppi bei sich reinzulassen. Dafür hat das germanische Weibsvolk dann aber die Küche auf Hochglanz poliert, so dass Rich dachte er wär im falschen Haus als er dann von der Arbeit kam. Wir anderen haben uns die Zeit mit Skat und Monopoly (dem Spiel, bei dem jeder Punk endlich mal den lang unterdrückten Kapitalisten raushängen lassen kann) vertrieben, weil man ja in England nüscht anderet machen kann. Stephan hat dann aber irgendwie die Lust verloren, nur weil wir ihm die ganze Kohle geklaut haben.
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A bends gings dann weiter nach Leicester. The Attik war ziemlich klein so dass im Prinzip nur die 5 Bands und ihr Anhang anwesend waren. Wir waren auch alle schon ziemlich gezeichnet, aber der Abend wurde doch noch sehr lustig, in dieser einmalig familiären Umgebung. Auch die TB waren nicht mehr so ganz Herr ihrer Sinne. Schneider spielte denn doch mal etwas ganz Neues ohne Rücksicht auf den Rest der Band und mit Holgis Standfestigkeit war´s auch nicht mehr weit her, als er lustig über die Monitore purzelte. Den Höhepunkt der langen, grausamen Geschichte von Holgis Oberbekleidung stellte das heutige Terrorgruppe Shirt dar. Nee, nee, nee. Nach dem Gig wurde mit den Inselaffen noch groß Abschied |

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gefeiert da die flugfeste Crew am frühen Morgen die Heimreise starten sollte. Unsere Rückfahrt verlief sogar ohne Probleme, was uns im Nachhinein immer noch suspekt erscheint.
Respektive geht hier nochmal ein fettes Dankeschön an Rich und seine Clique. SUPI DUPI FROIDENFOIER!!!!
Olli & Tommy |
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