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17.02.2004 The Distillers im SO36
E igentlich sah ich mich diesen Abend schon gemütlich oder sollte man besser sagen träge vorm Fernseher versacken. Die Mitfahrgelegenheit nach Potsdam zu den Guitar Gangsters konnte ich grade so, mit viel Diskussion, ausschlagen. Dann erfuhr ich jedoch, daß The Distillers sich im SO36 die Ehre gaben, für überaus ungünstige 15 Ois aufzuspielen. Also warf ich meine Abend-unplanung über’n Haufen und versuchte noch irgendjemanden zu mobilisieren |
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der ebenfalls zuviel Geld hatte. Erwartungsgemäß fand ich keinen. Naja, 2 Bier rein, um fahrtüchtig zu werden und los ging’s. Nachdem ich die Vorband namens Minus verpasst hatte, der Eintritt trotzdem bei 15 Ois blieb, erwarb ich die allerletzte Karte! Ha! Wenn das kein gutes Zeichen sein sollte! Und rein…
I ch hab den laden schon lange nicht mehr so voll gesehen. Am Tresen ein 2,60 Euro Bier zu ergattern war schier unmöglich und da die Band grade anfing, drängelte ich mich nach vorne. Erst jetzt viel mir auf, dass hier irgendwas nicht stimmte. Nach einiger Überlegung wurde mir klar, das ich auf meinem Weg nach vorne nicht einmal nen Ellenbogen in die Seite oder Rücken bekommen hatte, keiner geschupst hatte und nicht mal nen blöder Kommentar kam. Hmm… woran konnte das nur liegen? Und da sah ich mich plötzlich von lauter kleinen rebellischen MTV Glotzern umgeben, soweit das getrübte Auge auch noch reichte. Sie waren überall. Beiläufig hörte man Gespräche über andere tolle „Rockkonzerte“ von Bands deren Namen man höchstens mal in einer „Nachrichtensendung“ auf RTL2 aus Versehen gehört hat.
S o, nun versuchte ich mich mal auf die Band zu konzentrierte. Der Sound war schon geil. |
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Die Stimme der Frau ist einfach genial. Gespielt wurde so ziemlich alles. Von der ersten noch punkigen Platte bis zu Mainstream-tauglichen Schmacht-Rock-Songs der letzten. Allerdings hätte sie für 15 Ois pro Nase ruhig mal ein bisschen mehr Fleisch zeigen können. Da ich Durst bekommen hatte und keinen Bedarf verspürte, einem der zig 16 jährigen MTV-Heros, die sich auf dem Publikum hin und her tragen ließen, an den Arsch zu fassen, arbeitete ich mich zur Bar durch und blieb den Rest des Abends auch in ihrer nähe! Irgendwann war dann alles vorbei und ich wurde noch Zeuge folgenden Dialogs auf dem Klo:
„Eye Peter, ich bin mindestens 7 mal hingefallen.“
„Echt, ich nur 3 mal.“ |

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„Aber weißt du, was das beste ist?“
„Nee, was denn?“
„Die haben mich immer wieder aufgehoben.“
„Stimmt, die Punx sind viel sozialer, als die Prolls!“
Endlich war es also passiert! Völlig unvermittelt und auf einmal war ich auf meinem ersten Pop Konzert gewesen! Und definitiv hab ich da keinen Bock mehr drauf! Ich will nicht aus Plastebechern saufen, mit hunderten dummen Poppern in einem Raum sein und Fotos wird’s auch nicht geben, da man am Einlaß seine Kamera abgeben musste! Alles in allem eine runde Sache – um Geld zu verdienen. Aber trotz alle dem sieht die Sängerin verdammt gut aus!
Um alles auch fachgerecht auszuwerten trank man noch ein paar Bierchen im Teufel und fuhr schön steif nach hause…..
Tommy |
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