Rawberries, Mistake, Last to go und Deadline inna Baroeg / Rotterdam

E inigermassen frustriert vom doerflichen Nachtleben in Leiden, beschloss ich die Reise und vorallem die horrenden Kosten fuer die Zugfahrt nach Rotterdam Lombardijn auf mich zu nehmen, nicht dat es echt weit waer (ca. 45 min), aber ns (nederlandse spoorweg) nimmts vom Gesunden - mit ca 15 Oi's reine Fahrtkosten biste dabei. Die Reise endete jedoch zunaechst irgendwo im nirgendwo (namens Swijndrecht oder so), da die Scheisszugtuer aufgrund eines technischen Defekts (der nicht bei mir zu suchen war!!!) nicht aufging (Und schließlich gibt's j apro Zug bekannter Maßen nur jeweils eine Tür ;-) Anm.d.R.). Ich bekam dann ein aeusserst laecherliches Zettelchen vom Schaffner mit der Aufschrift: "Dame kon niet uit der trein komen en mag terug", naja Als ich dann endlich wieder in RL ankam war ich auf den ersten Blick doch recht schockiert als ich mich in einem Plattenbaughetto wiederfand, dat Marzahn alle Ehre gemacht haette, doch nach ca. 10 min. Marsch durch recht unheimliches Gelaende leuchtete mir das Schild der Baroeg den Weg. Und nach 2 1/2 monatiger ungewollter Abstinenz sah ich auch ENDLICH mal ein paar normale Leute!!!

B ereits nach zwei bis drei Biertjes (in winzigen Glaesern, wie hier ueblich) begann dann erstaunlich frueh (wohl mit Ruecksicht auf die letzte Bahn) die erste Band, ich kann mich nicht erinnern welche das war, muessen wohl Rawberries gewesen sein, es war jedenfalls maessig, fand ich. Nach einer kurzen Unterhaltung mit Rob und einem Whiskey von einem Kumpel von ihm fand ich mich kurze Zeit spaeter zwischen ein paar Skinheads wieder mit denen ich dann den Rest des Abends gefeiert hab. Nach der 2. Band (Mistake) wurde die Musik dann merklich besser und dank der ausserordentlich ruecksichtsvoll pogenden Masse ueberstand ich den Abend mit relativ wenigen Blessuren und einer Hueftprellung ;o) (Hüftprellung heißt das also heut zu Tage? d.R.) Allerdings muss ich wohl noch ein bisschen an meinem Hollaendisch feilen, es war mir doch im fortgeschrittenen Abend absolut unmoeglich ein normales Gespraech zu fuehren oder auch nur die Kommentare der Bands zu raffen. Wat solls... Absolutes Highlight waren dann Deadline, mit vielen Coverversionen allerdings ohne Zugabe, denn es galt die letzte Bahn zu erwischen.

D er Rueckweg war dann och noch ganz lustig, da mich eine Skinhead-Eskorte begleitete, die zufaellig den gleichen Weg hatte, dadurch musste ich auch nicht alleine in Rotterdam Centraal auf den Anschlusszug warten, was dann zwischen all den Junkies nicht so wirklich erquicklich gewesen waere. Die Skinheadtwins erzaehlten mir, dass die Navy z. Zt. damit beschaeftigt sei die Junkies zu vertreiben... Da will ick ja echt nich wissen, wie dat da vorher aussah, wahrscheinlich wie der Zoo zu Westzeiten?! War jedenfalls ma n richtig netter Abend, einziger Anstoss war mein armes, maltraetiertes Fiets, dat ick mit zerstochenen Reifen und abgerissener Bremse in Leiden wiederfand...  

                                                                                                   Lara